Integration eines Bachelor of Laws an den bayerischen Universitäten

Schon seit längerer Zeit beschäftigen wir uns in einem Arbeitskreis mit der möglichen Integration eines Bachelor of Laws (LL.B.) in unserem Jurastudium. Heute sind wir einen wichtigen Schritt vorangegangen und haben folgenden offenen Brief an alle bayerischen Universitäten versendet:

„Sehr geehrtes Dekanat, sehr geehrte Damen und Herren des Fakultätsrates, sehr geehrte Professorinnen und Professoren,

wir möchten uns im Namen der bayerischen Jurastudierenden mit einem wichtigen Anliegen an Sie wenden. Wir befinden uns in einer schwierigen Zeit, die eine zusätzliche Herausforderung für uns alle darstellt. Trotzdem möchten wir unser Anliegen nicht deshalb vertagen, da momentan nicht absehbar ist wann sich die aktuelle Lage wieder normalisieren wird.

Der Bachelor of Laws (LL.B.) wird an immer mehr Universitäten als zusätzlich möglicher Abschluss in das Studium der Rechtswissenschaft integriert. Als berufsqualifizierender Abschluss ist der Bachelor eine Absicherung, die eine erhebliche Reduzierung des psychischen Drucks für alle Jurastudierenden mit sich bringt.

Die Erste Juristische Staatsprüfung bringt einen enormen Leistungsdruck mit sich, der sich sowohl gesundheitlich als auch leistungsbezogen negativ auf die Studierenden auswirkt. Jedes Jahr besteht eine erhebliche Anzahl an Studierenden die Erste Juristische Staatsprüfung nicht oder bricht noch kurz davor ab und steht somit nach durchschnittlich 11 Semestern ohne Abschluss da (siehe: Bericht des Bayerischen Landesjustizprüfungsamtes für das Jahr 2019).

Zu den Universitäten, die den zusätzlichen Bachelorabschluss bereits auf die ein oder andere Weise integriert haben, gehören die Universität Potsdam, die Europa Universität Viadrina Frankfurt (Oder) und die Freie Universität Berlin. Zuletzt hat auch die Juristische Fakultät der Humboldt Universität Berlin die Integration für die Zukunft bestätigt. Einige dieser Universitäten verzeichnen seit der Einführung des integrierten Bachelors einen deutlich gesteigerten Zulauf (siehe: Bachelor of Laws vs. Staatsexamen). Der integrierte Bachelor soll schließlich unabhängig von einem separaten Bachelor of Laws Studiengang bestehen. Ein erfolgreich abgeschlossenes Schwerpunktbereichstudium ist bereits einem Bachelor äquivalent, es sollte daher nicht noch zusätzlich eine Bachelorarbeit und Zusatzveranstaltungen absolviert werden müssen.

Wir möchten uns aus den genannten Gründen dafür einsetzen, dass der integrierte Bachelor auch an den bayerischen Universitäten eingeführt wird. Um die vielen positiven Auswirkungen zu sichern, sollte die freiwillige Beantragung des Bachelors nach dem Beispiel der Freien Universität Berlin auch noch nach der Exmatrikulation möglich sein. Die erbrachten Prüfungsleistungen und die praktische Studienzeit sollen als Leistungspunkte und die universitäre Schwerpunktbereichsprüfung als studienabschließende Prüfungsleistung (Bachelorarbeit) angerechnet werden.

Wir bitten Sie dringend, sich mit unserem Anliegen auseinanderzusetzen und wir hoffen auf Ihre Unterstützung.

Mit freundlichen Grüßen,

Rechtswissenschaftliche Landesfachschaft Bayern“

Wir sind gespannt auf die Reaktionen der Universitäten und hoffen, dass wir die Integration eines Bachelors voranbringen können!

 
 

8. Landesfachschaftentagung Online 01. und 02. August 2020

Am 01. und 02. August fand die 8. Landesfachschaftentagung zum zweiten Mal online statt. Am Samstag arbeiteten die Vertreter der bayerischen Fachschaften in den vier folgenden Workshops zusammen:

Workshops


Corona und Digitalisierung

Dieser Workshop nahm eine Bestandsaufnahme der digitalen Lehre und der allgemeinen Situation an den Universitäten vor. Im Ergebnis befürworten wir eine schrittweise Rückkehr zur Präsenzlehre unter Beibehaltung des digitalen Angebots. Die juristischen Online Datenbanken müssen weiterhin für alle Studierenden nutzbar sein als Alternative zur Bibliothek. Außerdem sollen Studierende die praktische Studienzeit vor Ende der Vorlesungszeit absolvieren können, damit durch die Verkürzung der Semesterferien kein Nachteil entsteht.

Öffentlichkeitsarbeit

In diesem Workshop wurde die Neugestaltung der Website diskutiert und eine Übersicht unserer aktuellen Themen und Positionen verfasst. Diese wird sobald wie möglich auf der Website zugänglich sein.

Bachelor of Laws

Im Rahmen dieses Workshops wurden die Studienordnungen der Universitäten, die einen integrierten Bachelor of Laws anbieten, verglichen und jeweils die studierendenfreundlichste Regelung herausgearbeitet. Darauf basierend fordern wir, dass die Beantragung des Bachelor of Laws möglichst lange offen stehen soll, aber mindestens bis nach der Absolvierung des Schwerpunktbereichsstudiums.

Uni-Rep

Der Workshop zum Uni-Rep setzte sich mit Möglichkeiten zur Verbesserung und Ergänzung des Uni-Reps auseinander. Im Ergebnis befürworten wir Zusatzveranstaltungen zu effizienten Lernmethoden und Zeitmanagement, sowie ine Ausweitung der psychologischen Beratungsstellen. Dies liegt in der Verantwortung der Universitäten.

Mitgliederversammlung


In der Mitgliederversammlung am Sonntag fand die Wahl zum neuen Vorstand für das kommende Amtsjahr statt. Es wurde jeweils ein Vorstand pro Fachschaft gewählt. Dominik Möst wurde nach 2 Jahren als Vorstand und Vorsitz verabschiedet. Zur neuen Vorsitzenden wurde die jetzige stellvertretende Vorsitzende Leonore Rave von der Fachschaft der Ludwig-Maximilians-Universität München und zur stellvertretenden Vorsitzenden Ilka Henke von der Fachschaft der Universität Bayreuth gewählt.

Wir freuen uns auf die nächste Tagung, die hoffentlich schon als Präsenztagung im November in Regensburg stattfinden wird.

Wir möchten uns erneut herzlich bei allen Teilnehmern bedanken und wünschen allen noch schöne Semesterferien!

7. Landesfachschaftentagung Online 09. und 10. Mai 2020

Am 09. und 10. Mai fand die 7. Landesfachschaftentagung erstmalig online und mit allen sieben bayerischen Fachschaften statt.

Am Samstag arbeiteten die Vertreter der Fachschaften gemeinsam in den folgenden Workshops:

Digitalisierung und Corona

Der Workshop zu Digitalisierung und Corona verglich den Stand der digitalen Lehre an den bayerischen Universitäten und erarbeitete Forderungen für deren erfolgreiche Durchführung.

Sollten die aktuelle Lage und ihre Umstände noch länger andauern, fordern wir eine Verlängerung der Verbesserungsversuchsfrist, sowie ein Recht zur Abmeldung von den Juristischen Staatsprüfungen. Das digitale Lehrangebot soll außerdem unabhängig von einer Rückkehr zur Präsenzlehre in diesem Semester erhalten bleiben.

Wir werden uns außerdem für zusätzliche Mittel für die Digitalisierung an den Universitäten einsetzen, insbesondere für die sehr teuren dauerhaften Zugänge zu juristischen Datenbanken (z.B. beck-online).

Bachelor of Laws

Im Workshop zum integrierten Bachelor of Laws (LLB.) wurden bestehende Konzepte von verschiedenen Universitäten verglichen und ein Rahmen für eine mögliche Umsetzung an den Universitäten geschaffen.

Es soll den Studierenden möglich sein, sich während des Studiums für den zusätzlichen Bachelor of Laws (LLB.) zu entscheiden. Für diesen sollen alle Kurse, die mit einer Prüfungsleistung abgeschlossen werden als ECTS Punkte angerechnet werden und einige zusätzliche Wahlpflichtmodule absolviert werden. Die Schwerpunktseminararbeit soll als Bachelorarbeit angerechnet werden.

Dieser Bachelor soll vor allem Studierende, die in einer späten Phase das Studium abbrechen oder die Juristische Staatsprüfung nicht bestehen, davor schützen ohne Abschluss dazustehen trotz der im Studium erlangten Fähigkeiten.

Uni Repetitorium

Ein weiterer Workshop beschäftigte sich mit der Verbesserung der universitären Repetitorien und gestaltete ein Konzept für eine Online-Umfrage für Studierende. Diese wird demnächst ausgearbeitet und daraufhin an die Studierenden gebracht, um die Stärken und Schwächen der Uni Repetitorien zu ergründen und darauf eingehen zu können.

Harmonisierung

Der Workshop zur Harmoniserung verglich den Studienablauf an den sieben bayerischen Universitäten und kam zu dem Schluss, dass nur geringe Unterschiede bestehen und kein Bedarf für eine vollständige Harmonisierung der Grund- und Mittelphase besteht.

Mitgliederversammlung

In der Mitgliederversammlung am Sonntag wurde vor allem der Entwurf zur Änderung der JAPO diskutiert. Dieser soll am 01. September 2020 in Kraft treten und beinhaltet auch die Nichtanrechnung des Sommersemesters 2020 auf die Freiversuchsfrist.

Außerdem sieht der Entwurf eine Freiversuchsverlängerung von einem Semester für Verfahrenssimulationen („Moot Courts“) und für die Arbeit in Organen und Gremien der Universitäten während mindestens eines Jahres vor. Wir werden uns dafür einsetzen, dass auch die ehrenamtliche Arbeit in „Law Clinics“ mit einer Freiversuchsverlängerung ausgeglichen wird, dies ist in anderen Bundesländern bereits so geregelt.

Die weiteren Änderungen haben wir bereits auf der letzten Tagung in Erlangen diskutiert und dazu Stellung genommen (vorheriger Blogeintrag). Im Entwurf sind diese Änderungen weiterhin vorgesehen.

Die geplante Prüfungsstoffreduzierung der beiden Juristischen Staatsprüfungen soll erst im März 2022 in Kraft treten. Wir werden uns stark dafür einsetzen, dass dies schon früher in Kraft treten wird.

Wir blicken auf eine besonders produktive und schöne Tagung zurück und bedanken uns bei allen, die trotz aller Umstände teilgenommen haben!

6. Landesfachschaftentagung 12.01.2020 Erlangen

Am 12. Januar 2020 traf sich die Rechtswissenschaftliche Landesfachschaft Bayern zur Tagung in Erlangen. Die Fachschaften Regensburg und Augsburg nahmen erstmalig teil und wurden als Mitglieder aufgenommen. Mit ihren sieben Mitgliedern ist die Landesfachschaft nun vollständig.

Es wurde zunächst die Satzung geändert, um zukünftig effektiver außerhalb der Tagungen arbeiten zu können. Dazu wurden Arbeitskreise eingesetzt, die sich ab sofort mit aktuellen Anliegen und Themen auseinandersetzen.

Die fünf auf der Tagung eingesetzten Arbeitskreise sind folgende:

  1. Podcast: Angebot eines monatlichen Podcasts über studienrelevante und insbesondere examensrelevante Inhalte, vorgestellt von Professoren und Dozenten der bayerischen Universitäten
  2. Öffentlichkeitsarbeit: ständige Aktualisierung und Verbesserung des öffentlichen Auftritts anhand der Website, Facebook, Instagram und Veranstaltungen
  3. Bachelor of Laws: Umsetzungsmöglichkeiten und Bedarf eines integrierten Bachelor of Laws LL.B.
  4. Uni-Rep: Probleme und Verbesserungsmöglichkeiten des Uni-Repetitoriums
  5. Harmonisierung: Unterschiede und Harmonisierungsmöglichkeiten des Jurastudiums

Wir diskutierten außerdem die Positionen der Studierenden zum Schwerpunktbereich, zur Digitalisierung der juristischen Staatsprüfungen (E-Examen) und zu den geplanten Änderungen der JAPO. Im Ergebnis sprachen sich alle Mitglieder für einen Erhalt des Schwerpunkts und dementsprechend für die Ablehnung des Beschlusses der Justizministerkonferenz im Herbst 2019 zum Verzicht auf die Gesamtnote aus.

Die geplante Begrenzung des Schwerpunktbereichs auf 10-14 Semesterwochenstunden sehen die Studierenden kritisch, da dieser zeitliche Aufwand langfristig nur schwer die Gewichtung des Schwerpunkts von 30% in der Gesamtnote rechtfertigen kann und somit mit der Begrenzung eine Abwertung des Schwerpunkts einhergeht. Deswegen sprach sich die Mehrheit für eine Begrenzung und Vereinheitlichung des Umfangs auf 16-20 Semesterwochenstunden aus. Die weiteren geplanten Änderungen der JAPO, wie die Pflichtfachstoffreduzierung und die Harmonisierungsmaßnahmen werden befürwortet.

Die Beschlusslage zum E-Examen wurde dahingehend geändert, dass nun eine Prüfung der Umsetzungsmöglichkeiten begrenzt auf die Zweite Juristische Staatsprüfung unter der Bedingung der Wahlmöglichkeit befürwortet wird. Die Umsetzungsmöglichkeiten eines E-Examens für die Erste Juristische Staatsprüfung werden weiterhin sehr kritisch gesehen.

Wir freuen uns auf die nächste Tagung, die voraussichtlich im Mai in München stattfinden wird.

Besprechung mit dem Landesjustizprüfungsamt

Am 10. Oktober waren wir zusammen mit Vertretern des Bundesverbands rechtswissenschaftlicher Fachschaften e.V. (BRF) im Bayrischen Staatsministerium der Justiz zu einem Gespräch mit Vertretern des Landesjustizprüfungsamt eingeladen.

Wir wurden über die geplanten Änderungen der JAPO unterrichtet und schilderten daraufhin die Meinungen der Studierenden zu den einzelnen Änderungen. Bei den Änderungen handelt es sich um die Umsetzung des Beschlusses der Justizministerkonferenz 2017. Darin wird empfohlen die Vorschläge des Berichts des Ausschusses zur Koordinierung der Juristenausbildung umzusetzen.

In Bayern wird der Bericht zum größten Teil umgesetzt werden. Die wesentlichen Änderungen betreffen zunächst die Begrenzung und Harmonisierung der Pflichtstoffkataloge bis 2022. Es soll unter anderem das Reise-, Bau- und Behandlungsvertragsrecht sowie das Unterhalts- und Scheidungsrecht wegfallen.

Außerdem wird zu Harmonisierungszwecken die Gewichtung der mündlichen Prüfung von 25% auf 30% angehoben und die Zahl der Klausuren im zweiten Staatsexamen von 11 auf 9 reduziert werden. Auch der Studienumfang des Schwerpunktbereichs soll angeglichen werden auf 10 – 14 Semesterwochenstunden.

Das E-Examen wird zudem momentan für das zweite Staatsexamen getestet, wird aber nicht vor 2023 zur Praxis werden.

Wir begrüßen die Schritte zur bundesweiten Harmonisierung sehr und freuen uns auf eine zukünftige Zusammenarbeit.

5. Landesfachschaftentagung in Bayreuth vom 29.-30.06.2019

Am vergangenen Wochenende traf sich die RLF Bayern in Bayreuth, um an einem Podcast-Konzept, der Honorierung von ehrenamtlichem Engagement sowie der Stärkung der universitären Repetitorien zu arbeiten.

Zu Gast war bei diesem Mal auch Marc Castendiek, der Vorsitzende des Bundesverbandes rechtswissenschaftlicher Fachschaften, um sich die Arbeit und den Ablauf unserer Tagung anzusehen sowie unsere Zusammenarbeit und Vernetzung zu stärken.

Workshops

Podcast-Konzept

Im Rahmen dieses Workshops haben wir ein Konzept für den im letzten Jahr beschlossenen Examenspodcast erarbeitet. Es soll inhaltlich primär um examensrelevante Fallbesprechungen gehen, die von Professoren und Praktikern gehalten werden. Dabei soll ein Fall auf das Kernproblem reduziert werden, um die Aufmerksamkeitsspanne nicht zu überdehnen.

Wir haben uns weiterhin Gedanken über die organisatorische und technische Umsetzung gemacht, um in den nächsten Monaten online gehen zu können. Im nächsten Schritt geht es um die Erstellung einer urheberrechtlichen Vereinbarung für die Vortragenden, sodass wir im Anschluss anfangen können, spannende Podcast-Folgen aufnehmen zu können.

Ehrenamtliches Engagement

Der Workshop zum ehrenamtlichen Engagement hatte das Ziel den Beschluss der Lafata 2018 – Erlangen zum Thema Freischussverlängerung für ehrenamtliche Tätigkeit an der Hochschule umzusetzen. Dazu sollte vor allem eine Ergänzung des § 37 JAPO verfasst werden.
Ein Jahr ehrenamtliche Tätigkeit in einem der Gremien oder Organe der Hochschule soll damit genauso zeitlich ausgeglichen werden wie etwa die fachspezifische Fremdsprachenausbildung oder ein Auslandssemester. Diese Regelung gibt es bereits in 13 von 16 Bundesländern.
Wir haben eine Ergänzung verfasst, die einen Nachweis von 16 Semesterwochenstunden (SWS) pro Jahr erfordert um den Aufwand nachzuweisen und Missbrauchspotenzial zu begrenzen.
Das Maximum der Freiversuchregelung für ehrenamtliches Engagement sollen drei Semester sein.
Außerdem haben wir Umsetzungsmöglichkeiten für die Hochschulen und Fachschaften diskutiert. Unser Ergänzungsvorschlag des § 37 JAPO und das Konzept werden von uns an das Landesjustizprüfungsamt gesendet.

Universitäre Repetitorien

Im Workshop Universitäre Repetitorien setzten wir uns damit auseinander, welche Angebote es momentan für die Examensvorbereitung an den Fakultäten gibt und wie diese verbessert und ausgebaut werden können.

Dazu trugen wir zusammen, welche Punkte essentiell dafür sind, um ein qualitativ hochwertiges und gut koordiniertes Universitätsrepetitorium zu gewährleisten. Dazu gehören etwa das Angebot eines Klausurenkurses, eine Sicherstellung der Finanzierung, eine zentrale Stelle für die Koordination sowie die Möglichkeit von schriftlichen und mündlichen Prüfungssimulationen.

Außerdem entwickelten wir Umfrage- und Evaluationsbögen, mit denen wir den derzeitigen Stand an den verschiedenen Fakultäten ermitteln möchten.

Mitgliederversammlung

Das Plenum am Sonntag startete mit einem Grußwort von Prof. Dr. Jörg Gundel, Dekan der Universität Bayreuth, der uns auch inhaltlichen Input gab, indem er die landesweite Queerkorrektur von Examensklausuren und somit unseren Beschluss aus Erlangen ansprach. Wir werden uns auch weiterhin damit auseinandersetzen, wie eine faire und paritätische Korrektur gewährleistet werden kann.

Vorstand für das Amtsjahr 2019/20

Auf die Berichte der Ausschüsse und des Vorstands folgte die Wahl des neuen Vorstands für das kommende Amtsjahr ab dem 1. Oktober 2019.

Zur Diskussion standen anschließend die Workshop-Themen und die dort erarbeiteten Konzepte, insbesondere die konkrete Umsetzung des Podcasts, der auf dieser Website für alle zugänglich veröffentlicht werden soll.
Die von uns gefassten Beschlüsse sind unter dem Reiter Materialien zu finden.

Wir blicken zurück auf eine produktive und ergebnisreiche Tagung und freuen uns auf das nächste Mal in Erlangen!

4. Landesfachschaftentagung in Würzburg am 27.-28.04.2019

Am Wochenende des 27.-28.04.2019 traf sich die Landesfachschaft Bayern in Würzburg.  

Wir begannen am Samstag mit einem Vortrag zum Thema Legal Tech von Daniella Domokos. Dabei erhielten wir einen Überblick darüber, was unter Legal Tech zu verstehen ist, welche Parallelen es zwischen der Arbeit von Programmierern und Juristen gibt und was für Chancen und Problemstellungen sich bei der Implementierung von neuen Technologien im Recht ergeben.

Der Vortrag diente der Grundlage für den Workshop Legal Tech, der sich weitergehend damit beschäftigte, ob und wie Legal Tech in der juristischen Ausbildung integriert werden sollte. 

Workshop Legal Tech

Im Workshop Legal Tech befassten wir uns damit, wie die bisherige juristische Ausbildung im Hinblick auf den Fortschritt von Technologie ergänzt werden kann. Dabei soll darauf aufmerksam gemacht werden, welche Dienstleistungen es gibt, um juristische Arbeitsprozesse zu unterstützen.

Wir stellten fest, dass eine Konfrontation mit Legal Tech oft erst im Berufsleben stattfindet. Studierende sollten jedoch bereits zu Beginn ihrer Ausbildung die Chance haben, Problemstellungen im Bereich Legal Tech kennen zu lernen. Dies sollte nicht verpflichtend sein, sondern im Rahmen freiwilliger Angebote geschehen. Überlegungen dazu waren Möglichkeiten der Implementierung durch Legal Tech als Grundlagenfach, Schlüsselqualifikation oder Fachsprachenausbildung.

Workshop Chancengleichheit

Der Workshop Chancengleichheit befasste sich mit dem Zugang und den Prüfungsmodalitäten an den juristischen Fakultäten in Bayern sowie mit Möglichkeiten der finanziellen und sozialen Unterstützung für benachteiligte Studierende.  

Bezüglich Studierender mit Kind wurde festgestellt, dass Handlungsbedarf hinsichtlich der Vereinbarkeit einer Familie mit dem Studium besteht. Es wurde diskutiert und befürwortet, Eltern das Jurastudium in Teilzeit zu ermöglichen. Außerdem wurde es als sinnvoll erachtet, das Kinderbetreuungsangebot, beispielsweise durch mehr KiTa- und Tagesmütterplätze oder Eltern-Kind-Gruppenlernräume, zu erweitern.  

Hinsichtlich finanzieller und sozialer Chancenungleichheit im Studium befürworten wir eine Stärkung des universitären Repetitoriums und eine fortschreitende Digitalisierung der Lehrinhalte, um gewährleisten zu können, dass alle Studierenden Zugang zu qualifizierten Lehrinhalten haben. 

Mitgliederversammlung

Im Plenum wurden die Ergebnisse aus den Workshops zusammengetragen und die Beschlussvorlagen diskutiert. Die gefassten Beschlüsse finden sich im kommentierten Beschlussbuch unter dem Reiter Materialien. 

Wir blicken auf eine produktive Tagung mit konstruktiven Ideen und Ergebnissen zurück und danken allen Teilnehmern für die Zusammenarbeit! 

3. Landesfachschaftentagung in München am 02.-03.02.2019

Die Landesfachschaftentagung fand an diesem Wochenende in München statt.

Am Samstag begann die erste Workshop-Phase zu den Themen Digitalisierung des Examens, Abstimmung und Harmonisierung von Fachschafts- und Gremienarbeit und Bachelor of Laws.
Dabei wurden die Themen aufgearbeitet, indem unter anderem die Arbeitsweisen und Strukturen der verschiedenen Fachschaften und Gremien zusammengetragen wurden.
Die Fachschaft Bayreuth konnte zudem aus Erfahrungen eines Testlaufs für ein digitales Examen berichten.
In der zweiten Workshop-Phase wurde an Konzepten und Beschlussformulierungen gearbeitet.

Schließlich fand die gemeinsame Mitgliederversammlung im Plenum statt. Dort wurden alle Ergebnisse vorgetragen, diskutiert und Beschlüsse gefasst.
Die ständigen Ausschüsse und ihre Arbeitskreise arbeiten weiterhin an Konzepten.


Wir freuen uns schon auf weitere produktive Arbeit auf der nächsten Tagung in Würzburg.

Hier einige Bilder unserer Tagung:

Stadtführung

Workshop-Phase I

Mitgliederversammlung

Gruppenfoto am Prof.-Huber-Platz

2. Landesfachschaftentagung in Erlangen

Am Wochenende des 3. und 4. November 2018 fand unsere Tagung an der Universität Nürnberg-Erlangen statt. Am Samstag gab es drei Workshops zu den Themen Harmonisierung des Schwerpunktstudiums, Harmonisierung und Entwicklung des Jurastudiums und öffentliche Arbeit. Am Sonntag fand die Sitzung im Plenum statt, in der wir die in den Workshops ausgearbeiteten Ergebnisse zusammengetragen haben, um verschiedene Beschlüsse fassen zu können.
Wir blicken auf ein sehr erfolgreiches, produktives und spaßiges Wochenende zurück und freuen uns auf die nächste Tagung in München.