Landesfachschaftentagung in Bayreuth vom 29.-30.06.2019

Am vergangenen Wochenende traf sich die RLF Bayern in Bayreuth, um an einem Podcast-Konzept, der Honorierung von ehrenamtlichem Engagement sowie der Stärkung der universitären Repetitorien zu arbeiten.

Zu Gast war bei diesem Mal auch Marc Castendiek, der Vorsitzende des Bundesverbandes rechtswissenschaftlicher Fachschaften, um sich die Arbeit und den Ablauf unserer Tagung anzusehen sowie unsere Zusammenarbeit und Vernetzung zu stärken.

Workshops

Podcast-Konzept

Im Rahmen dieses Workshops haben wir ein Konzept für den im letzten Jahr beschlossenen Examenspodcast erarbeitet. Es soll inhaltlich primär um examensrelevante Fallbesprechungen gehen, die von Professoren und Praktikern gehalten werden. Dabei soll ein Fall auf das Kernproblem reduziert werden, um die Aufmerksamkeitsspanne nicht zu überdehnen.

Wir haben uns weiterhin Gedanken über die organisatorische und technische Umsetzung gemacht, um in den nächsten Monaten online gehen zu können. Im nächsten Schritt geht es um die Erstellung einer urheberrechtlichen Vereinbarung für die Vortragenden, sodass wir im Anschluss anfangen können, spannende Podcast-Folgen aufnehmen zu können.

Ehrenamtliches Engagement

Der Workshop zum ehrenamtlichen Engagement hatte das Ziel den Beschluss der Lafata 2018 – Erlangen zum Thema Freischussverlängerung für ehrenamtliche Tätigkeit an der Hochschule umzusetzen. Dazu sollte vor allem eine Ergänzung des § 37 JAPO verfasst werden.
Ein Jahr ehrenamtliche Tätigkeit in einem der Gremien oder Organe der Hochschule soll damit genauso zeitlich ausgeglichen werden wie etwa die fachspezifische Fremdsprachenausbildung oder ein Auslandssemester. Diese Regelung gibt es bereits in 13 von 16 Bundesländern.
Wir haben eine Ergänzung verfasst, die einen Nachweis von 16 Semesterwochenstunden (SWS) pro Jahr erfordert um den Aufwand nachzuweisen und Missbrauchspotenzial zu begrenzen.
Das Maximum der Freiversuchregelung für ehrenamtliches Engagement sollen drei Semester sein.
Außerdem haben wir Umsetzungsmöglichkeiten für die Hochschulen und Fachschaften diskutiert. Unser Ergänzungsvorschlag des § 37 JAPO und das Konzept werden von uns an das Landesjustizprüfungsamt gesendet.

Universitäre Repetitorien

Im Workshop Universitäre Repetitorien setzten wir uns damit auseinander, welche Angebote es momentan für die Examensvorbereitung an den Fakultäten gibt und wie diese verbessert und ausgebaut werden können.

Dazu trugen wir zusammen, welche Punkte essentiell dafür sind, um ein qualitativ hochwertiges und gut koordiniertes Universitätsrepetitorium zu gewährleisten. Dazu gehören etwa das Angebot eines Klausurenkurses, eine Sicherstellung der Finanzierung, eine zentrale Stelle für die Koordination sowie die Möglichkeit von schriftlichen und mündlichen Prüfungssimulationen.

Außerdem entwickelten wir Umfrage- und Evaluationsbögen, mit denen wir den derzeitigen Stand an den verschiedenen Fakultäten ermitteln möchten.

Mitgliederversammlung

Das Plenum am Sonntag startete mit einem Grußwort von Prof. Dr. Jörg Gundel, Dekan der Universität Bayreuth, der uns auch inhaltlichen Input gab, indem er die landesweite Queerkorrektur von Examensklausuren und somit unseren Beschluss aus Erlangen ansprach. Wir werden uns auch weiterhin damit auseinandersetzen, wie eine faire und paritätische Korrektur gewährleistet werden kann.

Vorstand für das Amtsjahr 2019/20

Auf die Berichte der Ausschüsse und des Vorstands folgte die Wahl des neuen Vorstands für das kommende Amtsjahr ab dem 1. Oktober 2019.

Zur Diskussion standen anschließend die Workshop-Themen und die dort erarbeiteten Konzepte, insbesondere die konkrete Umsetzung des Podcasts, der auf dieser Website für alle zugänglich veröffentlicht werden soll.
Die von uns gefassten Beschlüsse sind unter dem Reiter Materialien zu finden.

Wir blicken zurück auf eine produktive und ergebnisreiche Tagung und freuen uns auf das nächste Mal in Erlangen!

Landesfachschaftentagung in Würzburg am 27.-28.04.2019

Am Wochenende des 27.-28.04.2019 traf sich die Landesfachschaft Bayern in Würzburg.  

Wir begannen am Samstag mit einem Vortrag zum Thema Legal Tech von Daniella Domokos. Dabei erhielten wir einen Überblick darüber, was unter Legal Tech zu verstehen ist, welche Parallelen es zwischen der Arbeit von Programmierern und Juristen gibt und was für Chancen und Problemstellungen sich bei der Implementierung von neuen Technologien im Recht ergeben.

Der Vortrag diente der Grundlage für den Workshop Legal Tech, der sich weitergehend damit beschäftigte, ob und wie Legal Tech in der juristischen Ausbildung integriert werden sollte. 

Workshop Legal Tech

Im Workshop Legal Tech befassten wir uns damit, wie die bisherige juristische Ausbildung im Hinblick auf den Fortschritt von Technologie ergänzt werden kann. Dabei soll darauf aufmerksam gemacht werden, welche Dienstleistungen es gibt, um juristische Arbeitsprozesse zu unterstützen.

Wir stellten fest, dass eine Konfrontation mit Legal Tech oft erst im Berufsleben stattfindet. Studierende sollten jedoch bereits zu Beginn ihrer Ausbildung die Chance haben, Problemstellungen im Bereich Legal Tech kennen zu lernen. Dies sollte nicht verpflichtend sein, sondern im Rahmen freiwilliger Angebote geschehen. Überlegungen dazu waren Möglichkeiten der Implementierung durch Legal Tech als Grundlagenfach, Schlüsselqualifikation oder Fachsprachenausbildung.

Workshop Chancengleichheit

Der Workshop Chancengleichheit befasste sich mit dem Zugang und den Prüfungsmodalitäten an den juristischen Fakultäten in Bayern sowie mit Möglichkeiten der finanziellen und sozialen Unterstützung für benachteiligte Studierende.  

Bezüglich Studierender mit Kind wurde festgestellt, dass Handlungsbedarf hinsichtlich der Vereinbarkeit einer Familie mit dem Studium besteht. Es wurde diskutiert und befürwortet, Eltern das Jurastudium in Teilzeit zu ermöglichen. Außerdem wurde es als sinnvoll erachtet, das Kinderbetreuungsangebot, beispielsweise durch mehr KiTa- und Tagesmütterplätze oder Eltern-Kind-Gruppenlernräume, zu erweitern.  

Hinsichtlich finanzieller und sozialer Chancenungleichheit im Studium befürworten wir eine Stärkung des universitären Repetitoriums und eine fortschreitende Digitalisierung der Lehrinhalte, um gewährleisten zu können, dass alle Studierenden Zugang zu qualifizierten Lehrinhalten haben. 

Mitgliederversammlung

Im Plenum wurden die Ergebnisse aus den Workshops zusammengetragen und die Beschlussvorlagen diskutiert. Die gefassten Beschlüsse finden sich im kommentierten Beschlussbuch unter dem Reiter Materialien. 

Wir blicken auf eine produktive Tagung mit konstruktiven Ideen und Ergebnissen zurück und danken allen Teilnehmern für die Zusammenarbeit! 

Landesfachschaftentagung in München am 02.-03.02.2019

Die Landesfachschaftentagung fand an diesem Wochenende in München statt.

Am Samstag begann die erste Workshop-Phase zu den Themen Digitalisierung des Examens, Abstimmung und Harmonisierung von Fachschafts- und Gremienarbeit und Bachelor of Laws.
Dabei wurden die Themen aufgearbeitet, indem unter anderem die Arbeitsweisen und Strukturen der verschiedenen Fachschaften und Gremien zusammengetragen wurden.
Die Fachschaft Bayreuth konnte zudem aus Erfahrungen eines Testlaufs für ein digitales Examen berichten.
In der zweiten Workshop-Phase wurde an Konzepten und Beschlussformulierungen gearbeitet.

Schließlich fand die gemeinsame Mitgliederversammlung im Plenum statt. Dort wurden alle Ergebnisse vorgetragen, diskutiert und Beschlüsse gefasst.
Die ständigen Ausschüsse und ihre Arbeitskreise arbeiten weiterhin an Konzepten.


Wir freuen uns schon auf weitere produktive Arbeit auf der nächsten Tagung in Würzburg.

Hier einige Bilder unserer Tagung:

Stadtführung

Workshop-Phase I

Mitgliederversammlung

Gruppenfoto am Prof.-Huber-Platz

Landesfachschaftentagung in Erlangen

Am Wochenende des 3. und 4. November 2018 fand unsere Tagung an der Universität Nürnberg-Erlangen statt. Am Samstag gab es drei Workshops zu den Themen Harmonisierung des Schwerpunktstudiums, Harmonisierung und Entwicklung des Jurastudiums und öffentliche Arbeit. Am Sonntag fand die Sitzung im Plenum statt, in der wir die in den Workshops ausgearbeiteten Ergebnisse zusammengetragen haben, um verschiedene Beschlüsse fassen zu können.
Wir blicken auf ein sehr erfolgreiches, produktives und spaßiges Wochenende zurück und freuen uns auf die nächste Tagung in München.